"Wir alle sind Gesundheitswesen!"

Vision

Das Gesundheitswesen ist kein unpersönliches System, es ist ein Zusammenschluss von Menschen, die anderen Menschen helfen wollen; helfen beim gesund Werden, beim gesund Bleiben. 

Vielen von uns fehlt genau in diesem Job etwas Wesentliches. Für den einen ist es die fehlende Zeit mit dem Patienten, den anderen stört die permanente Überforderung, starke Hierarchien, mangelnde Wertschätzung, wirtschaftliche Aspekte, die im Vordergrund stehen, die Liste ist lang! Wegen dieser Missstände  liegt es uns am Herzen für unsere Vision des Gesundheitswesens auf die Barrikaden zu gehen: 

 

Medizin ist für uns mehr als Fachkompetenz. Medizin ist im Kern die Begegnung von Mensch zu Mensch. Dieser Begegnung wieder Wichtigkeit zu geben und sie begeistert zu erfüllen mit Herzblut und menschlichem Antlitz- das ist wofür wir Gesicht zeigen wollen. 

Also lasst uns doch einfach das Gesundheitswesen bewusst gestalten, denn das sind wir ja alle. Und deswegen sind wir und auch ihr die Gesundheitswesen!

"Wir alle sind Gesundheitswesen!"

"Be the change you wish to see in the world."
 

 

Mission

Welche Werte tragen Menschen in sich, die im Gesundheitswesen arbeiten und wofür sind sie ursprünglich angetreten? Welche Motivation treibt sie heute an? Wo sind ihre Grenzen? Darf man weinen? Oder gar lachen? Wie gehen wir mit Fehlern um? Reflektieren wir uns und unser Handeln immer wieder selbst? Welche Bedeutung hat Selbstfürsorge? Dürfen Menschen, die im Krankenhaus arbeiten

krank werden? Wie wichtig ist die Bedeutung von Zeit und sich Zeit zu nehmen? Was passiert nach dem Tod? Wovor habe ich Angst? Was ist Demut?

Diese Fragen und noch vieles mehr wollen wir mit unserem neuen Podcast beleuchten, wir wollen euch inspirieren und Impulse senden, anders zu denken, umzudenken und das dann zu leben. Auf diese Fragen kann nur jeder selbst seine eigenen Antworten finden. Wir wollen Mut machen, sich für eine menschlichere Medizin zu engagieren, für mehr Erfüllung und Spaß im Berufsalltag und dafür, dass sich eure Talente auch in der täglichen Arbeit entfalten dürfen. Und wir wollen euch sensibilisieren für mehr Demut - Demut vor dem Menschen und auch vor euch selbst!

Wie alles begann...

Es war vor knapp zwei Jahren. Unsere Familie war nach meinem längeren Krankenhausaufenthalt, nach der Geburt unseres Sohnes und den damit verbundenen Erfahrungen auf der „anderen Seite“, der des Patienten. Ich war wieder gut im Alltag angekommen. Ich befand mich in meiner freudig erwarteten Elternzeit, weit weg vom Klinikalltag, eingebettet im Kreise unserer kleinen Familie.
 

Natürlich erfuhr ich weiterhin die Alltagsgeschichten der KollegInnen und meines Mannes in der Praxis und nahm teil an dem Hadern und Jammern über Arbeitgeber, Systeme, Kliniken, wegen Überstunden, Überarbeitung, Überforderung. Wie sollte das weitergehen? Warum können wir in diesem System nicht glücklich werden? Was kann man selbst beitragen und wie könnten wir im Kollektiv Änderungen erwirken?


Während diese Gedanken mir nachhingen, stolperte ich eines Tages über einen Artikel im Deutschen Ärzteblatt (siehe pdf-Datei weiter unten). In diesem wurde erkannt, dass bereits über 40 Prozent der Studierenden vor dem ersten Staatsexamen an depressiven Symptomen leiden.
Fast genauso viele seien nach dem Abschluss an Depressionen, Sucht- und Angststörungen erkrankt. Insgesamt haben ÄrztInnen die höchste Rate an Suiziden unter allen Berufsgruppen. Erschreckende und aufrüttelnde Zahlen, die mich sehr beschäftigten, aber worüber ich erschrak war die Konklusion, die das Autorenteam des Artikels präsentierte. Man müsse die Studierenden besser auswählen. Nicht nur nach Noten oder fachlichem Können, es müssten zur Eignung zum Mediziner andere Kriterien her, die die Auswahl von belastbarerem, wissenschaftlichem
Nachwuchs garantieren!
Mit anderen Worten: Nur die Harten kommen in den Garten? Die Weicheier müssen raus? Muss man wenig einfühlsam sein, damit man den Beruf mit all seinen Herausforderungen meistern kann und wie ein Schweizer Uhrwerk, Tag für Tag und Nacht für Nacht funktioniert, ohne emotionale Regung?
Ich zeigte den Artikel meinem Mann und meinen Freunden. Alle waren entsetzt! 


Unsere Meinung ist, Menschen, die krank sind oder gesund bleiben wollen, brauchen Menschen, von denen eine gewisse Weisheit ausgeht und die jene Werte auch leben, die sie ihren Patienten raten. Wir wollen keine unberührbaren Maschinen sein. Wir lassen uns mit unserer Persönlichkeit in unseren Beruf ein, weil wir davon überzeugt sind, dass man das eine vom
anderen nicht trennen kann. Wir wissen, dass Authentizität und Ehrlichkeit Werte sind, die unser Gegenüber spürt. Ebenso sind wir davon überzeugt, dass wir ausgeglichen besser für die Menschen da sein können, weil dann weniger Fehler passieren und sich so eine Atmosphäre überträgt. Sowohl auf unser Arbeitsumfeld, als auch auf die Patienten und am Ende kommt alles wieder zurück zu uns.

Wir wollen eine menschliche Medizin für alle Patienten und für uns selbst und das treibt uns an.

© 2020 Die Gesundheitswesen

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